Neue Stadtquartiere im Berliner Stadtbezirk Pankow und deren Verkehrserschließung mit der Straßenbahn

Wohnungsbau ist in Berlin längst kein rein städtebauliches Thema mehr. Er ist zum politischen Versprechen, zum sozialen Seismografen und zum infrastrukturellen Stresstest geworden. Die neuen großen Siedlungen, die an den Rändern der Metropolen entstehen, sind dabei ein infrastrukturell herausforderndes Versprechen. Auch wenn innerstädtische Nachverdichtung die Infrastrukturen sukzessive ebenfalls an ihre Grenzen bringt (vollere Bahnen, vollere Kitas), so müssen diese jedoch für neue Stadtquartiere nicht nur komplett neu gebaut werden, sondern auch möglichst zeitgleich entstehen. Die folgende Arbeit fokussiert auf Schienenanschlüsse – und greift damit mit Blick auf den Fall Berlin ein weiteres, lokal sehr kontrovers diskutiertes Feld auf. Im Unterschied zu fast allen anderen Gemeinden wird in Berlin sehr häufig der Modus des Schienenverkehrs diskutiert (Straßenbahn versus U-Bahn – dies, obwohl beide Modi sowohl unterirdisch wie oberirdisch/aufgeständert nach derselben Betriebsordnung fahren). Pragmatisch die Verlängerungen aus dem Bestandsnetz heraus zur Kenntnis zur nehmen und zum Diskussionsgegenstand zu machen, hebt diese Arbeit von diesen Kontroversen ab – und fokussiert das Thema des Schienenanschlusses auf das Notwendige.

doi:10.17170/kobra-2026052812191