Zeit(Raum)Wandel

Dieser Zeitstrahl veranschaulicht gesellschaftliche und planerische Entwicklungen in ihrem historischen Kontext. Er ermöglicht eine mehrdimensionale Betrachtung von Gleichstellungspolitiken, Raumaneignungsprozessen und Infrastrukturen – insbesondere im Hinblick auf Kinder, Jugendliche und Menschen mit Sorgeverantwortung. Er zeigt nicht nur die chronologische Entwicklung dieser Themen, sondern eröffnet auch Diskussionen um mögliche Zusammenhänge mit politischen, wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen. Der Zeitstrahl ist somit kein statisches Schaubild, sondern ein wachsendes und dynamisches Instrument, das langfristige gesellschaftliche Veränderungsprozesse sichtbar macht. Die Auswahl der Einträge basiert auf einer interdisziplinären Zusammenarbeit von drei Teilprojekten innerhalb der DFG-geförderten Forschungsgruppe „Neue Suburbanität? Stadterweiterung in Zeiten der Reurbanisierung“. Im Zentrum der drei beteiligten Projekte stehen Fragestellungen zur Nutzung von Freiräumen durch Kinder und Jugendliche, zur Entwick-lung sozialer und technischer Infrastrukturen sowie zur Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit in neuen suburbanen Stadtteilen. Ziel ist es, die Komplexität und Dynamik der Themenbereiche für eine Nutzung in Praxis, Lehre und Forschung aufzubereiten. Damit trägt der Zeitstrahl dazu bei, blinde Flecken aufzudecken, alternative Perspektiven einzubringen und interdisziplinäre Debatten anzustoßen. Der Zeitstrahl bleibt offen für Erweiterungen und neue Perspektiven – etwa durch zusätzliche Forschungsfragen, methodischen Zugänge und empirischen Erkenntnissen. Er bietet Raum für eine kritische Reflexion darüber, wie historische und aktuelle Entwicklungen dargestellt und interpretiert werden.

September 2025
doi: https://doi.org/10.17645/up.10036